Verletzungen und Risse von Schultersehnen

Nur selten sind Unfälle die Ursache von Sehnenverletzungen bzw. Rissen an der Schulter. Meist ist es eine Über- bzw. Fehlbelastung und der allgemeine Verschleiß des Körpers im Alter, der zu diesen Schäden führt. Vor allem bei Patienten im Alter von 50 bis 70 sind Partialrisse, die auch Partialrupturen genannt werden, sehr häufig. Im höheren Alter finden sich vermehrt die vollständigen Risse, was dafür spricht, dass Partialrupturen zu vollständigen Rissen voranschreiten.


Was ist der Unterschied zwischen einer Partialruptur, einer Teilruptur und der vollständigen Ruptur?

Partialrupturen der Sehnen der Rotatorenmanschette sind Sehnendefekte bei denen die Sehne im Querschnitt betrachtet nicht vollständig gerissen ist. Das heißt die Sehne ist teilweise auf der ober oder Unterseite gerissen. Aus diesem Grund spricht man auch von artikularseitigen Rupturen oder bursaseitigen Rupturen.

Bei den artikularseitigen handelt es sich um die Schädigung der Sehne mit einem Unteren vom Gelenkraum ausgehendem Riss.
Bei der bursaseitigen Ruptur um eine Schädigung die, die obere Sehne betrifft, die dem Schleimbeutel (Bursa) anliegt.
Eine Sonderform stellt die sogenannte intratendinöse Läsion dar. Hier ist die Sehne im Inneren geschädigt und Ober- bzw. Unterseite sind intakt.
Die besondere Eigenschaft der Partialrupturen ist, dass es nicht zu einer vollständigen Kontinuitäts-Durchtrennung der Sehne kommt. Somit besteht auch keine Verbindung aus dem Gelenkraum zum Raum unter dem Schulterdach mit der Bursa.

Wissenschaftlich gesehen erfolgt die Einteilung der Verschiedenen Partialrupturen nach der Klassifikaton von Ellmann.

Ellmann Klassifikation

A- Läsion: Artikularseitige Läsion
B- Läsion: Bursaseitige Läsion
C- Läsion: Intratendinöse Läsion

Grad I:   Durchmesser <1/4 der Sehne oder < 3mm
Grad II:  Durchmesser <1/2 der Sehne oder < 3-6mm
Grad III: Durchmesser > 6mm

Bei der Teilruptur kommt es in einem Bereich der Sehne zur vollständigen Kontinuitätsdurchtrennung der Sehne. Es besteht dadurch eine Verbindung vom Gelenkinnenraum zum über den Sehnen gelegenen Schleimbeutel. Im Gegensatz zur vollständigen Ruptur ist bei der Teilruptur ein Teil der Sehne noch erhalten, so dass eine Retraktion (wegrutschen der Sehne) nur gering erfolgt.

Bei der vollständigen Ruptur ist die Sehne komplett gerissen und kann hierdurch mit der Zeit retrahieren (sich zurückziehen). Hierdurch kann ein großer Defekt entstehen, der dazu führt dass der Oberarmkopf in diesem Bereich „frei“ liegt.

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